Prof. Dr. Zimmer an Chefredakteur Aust
Nach vier - zwischen 7.5. und 24.6.2007 geschriebenen - Briefen an Stefan Aust und seinen Journalisten Manfred Dworschak liegt den Sprechern der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie noch immer keine Antwort der Chefredaktion des Spiegel vor. Stattdessen beschreitet Stefan Aust merkwürdige Umwege der Kommunikation, indem er sich an andere Mitglieder der Kompetenzinitiative wendet, die ihn gar nicht angeschrieben hatten - zuerst an Dr. med. W. Bergmann, nun an den Arzt und Biochemiker Prof. Dr. med. Guido Zimmer, Mitglied im Arbeitskreis Elektrosmog Rheinland-Pfalz und Hessen des BUND. Hier dessen Antwort:
Sent: Monday, July 02, 2007 10:28 AM
Subject: 4. Offener Brief der Kompetenzintitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie
Maintal, 2. Juli 2007
Sehr geehrter Herr Aust,
Ich kann mir vorstellen, wie Sie, Herr Aust, lieber mit Putin über Demokratie diskutieren, als sich im eigenen Haus mit der eingegangenen kritischen Post zu diesem Thema zu befassen, z.B. mit dem (inzwischen) 4. Offenen Brief der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie, Autoren: Prof. Hecht, Dr. Kern, Prof. Richter und Dr. Scheiner vom 24. 6. 2007.
Durch die Delegation an Andere (Beispiel, Dr. Bergmann, oder ein Telefonanruf bei mir, wir beide sind nicht Co-Autoren des besagten 4. Offenen Briefes) sind Sie selbst der in den Offenen Briefen angesprochenen Problematik nicht enthoben, Sie schieben diese Kritik nur unbeantwortet vor sich her.
Diese Problematik indessen rührt an die Grundfesten unserer noch jungen Demokratie.
Es handelt sich dabei um das höchst gefährliche (ob gewollt oder ungewollte)
Zusammenspiel zwischen Medien -Politik und Justiz zum Nachteil der Bürger.
Diese Bereiche gehören anstelle dessen sauber voneinander getrennt. Eben dies sind sie neuerdings bei uns nicht mehr.
Miteinander Lernen, auch durch Fehlentwicklungen- in Russland z.B. (s. oben Ihr Zusammentreffen mit Präsident Putin) geschieht durch Diskussion.
Da wir nur durch Kommunikation voneinander lernen können, richtet sich mein Appell an Sie: Nehmen Sie Kontakt auf zu den Verfassern des 4. Offenen Briefes an den Spiegel, damit hier bei uns nicht die Vergangenheit unsere noch nicht eroberte Zukunft einholt!
Die Sache der Freiheit und die der Gemeinschaft müssen zusammen gehen. Dies ist eine frühe demokratische Forderung. Inzwischen droht bei uns hier die Sache der Gemeinschaft zweitrangig zu werden.
Mit freundlichen Grüssen
Prof. Dr. Guido Zimmer, einer der Erstunterzeichner der Kompetenzinitiative.