Medienberichterstattung verharmlost die Gefährdung

30.08.2007

Bürgerinitiative gegen den Mobilfunkmasten Bismarckstrasse 57, Stuttgart West
16.08.2007,
www.der-mast-muss-weg.de

Die Medienberichterstattung über die Strahlungsbelastung durch WLAN und DECT-Telefone verharmlost die Gesundheitsgefährdung. [2.122 KB]

Eine ausführlicher Kommentar zum Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 8.8.2007:
„Ohne Kabel oder lieber mit Kabel? Die zunehmende Strahlenbelastung durch WLAN – Funksignale gibt keinen Anlass zur Sorge“

Vorbemerkung:
Der Artikel der StZ erscheint in einem wichtigen Kontext. Die Bundesregierung hat in dieser Woche empfohlen, anstelle von WLAN zu verkabeln, wo immer es geht. Die Industrie hat gegen diese Erklärung protestiert.
Die neuen Kommunikationstechniken, ob Handy, DECT Telefon oder WLAN sind zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand geworden: im Büro, an der Uni, telefonieren, filmen, Musik hören, Surfen, manche Menschen und Kinder nutzen dies alles täglich stundenlang. Das ist eine neue Situation für die Medizin - fast alle Menschen sind einer 24-stündigen Strahlenbelastung ausgesetzt, die es so bis in die 80er Jahre nicht gab. Wenn nun diese Technik, die auf der gepulsten Mikrowellenstrahlung beruht, wirklich gesundheitsschädlich ist, wäre dies eine Katastrophe, denn dann sind diese Menschen immer strahlenexponiert.

Der Artikel in der Stuttgarter Zeitung hat eine eindeutige Botschaft:
"Die zunehmende Strahlenbelastung durch WLAN - Funksignale gibt keinen Anlass zur Sorge",

Trotz Andeutungen etwaiger Risiken gibt der Artikel dem Leser eine vollständige Entwarnung, v.a. weil in ihm keinerlei Hinweise auf die Strahlenproblematik der gepulsten Mikrowellenstrahlung und die scharfen Differenzen in der wissenschaftlichen Diskussion gegeben werden.
Der Artikel zitiert unwidersprochen, sozusagen als behördliche Absolution, den Pressechef des Bundesamtes für Strahlenschutz: "Grundsätzlich gebe es aber keinerlei Grund zur Sorge".


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Stuttgarter Zeitung